Ermeler - Speicher

- Ermeler - Speicher Lindenallee 36
Er diente zur Lagerung des in Schwedt und Umgebung aufgekauften Tabaks. Der Ermelerspeicher ist ein in Ziegelbauweise errichtetes zweigeschossiges Gebäude mit versetzten Dachflächen. Dieser großräumige Tabakspeicher hatte eine Doppelfunktion als Speicher und Trockenschuppen. Typische Merkmale für die Funktion des Trocknens sind die durchlaufenden Schleppgauben am Dach.
Neben der Tür zum Speicher befinden sich schmuckvolle Ornamente aus Ziegeln. Von den Ermelererben erwarb der Schwedter Kaufmann Zierott den Speicher. Nach dessen Tod übernahm ihn die Konsumgenossenschaft als Möbellager. Aus dieser Zeit stammt der große Mauerausbruch zum Einsetzen eines Schaufensters. Heute befindet sich in den Räumen die Stadtbibliothek.
Hahnsche Seifenfabrik

- Hahnsche Seifenfabrik
Die ehemalige Fabrik ist ein Ende des 19. Jahrhundert im fränkischen Heimatstil errichteter Bau mit Fachwerkgiebeln und Schieferdach. Dabei wurden die Obergeschosse und Giebelfelder in Schaufachwerk ausgeführt, d. h. die einst tragende Konstruktion dient nur noch als Zierelement.
An der Südseite des Gebäudes findet man das Wappen der Familie Hahn. Theodor Hahn betrieb die Seifenfabrik bis kurz vor dem 2. Weltkrieg, welche weit über die Stadt hinaus bekannt war. Theodor Hahn lagerte in den umfangreichen Räumlichkeiten auch Lebensmittel und Kolonialwaren seines Großhandelsgeschäftes.
Später erwarb die Märkische Reisstärkefabrik GmbH das Gebäude und leistet hier zwischen 1912 und 1922 einen für die Ernährungswirtschaft wichtigen Beitrag. Danach wurde in den Fabrikräumen eine Mahlmühle eingerichtet, die noch einige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg in Betrieb war. (Daher stammt der Name Stadtmühle.)
Von 1984 bis 1994 befand sich hier die Stadtsparkasse. Heute wird das Gebäude von verschiedenen Einrichtungen genutzt.


