Die Stadt Gartz (Oder) und ihre Ortsteile

Stadt Gartz (Oder)

Gartz lag im Herzogtum Pommern. 1124 erstmals urkundlich erwähnt, erhielt Gartz 1249 von Herzog Barnim I. von Pommern das Stadtrecht verliehen. 1325 wurde Gartz (Oder) Mitglied der Hanse. Aufgrund ihrer  wichtigen Lage an der Oder war die Stadt immer wieder kriegerischen Auseinandersetzungen ausgesetzt. Nach dem Aussterben des pommerschen Herzogshauses im Dreißigjährigen Krieg wurde Gartz (Oder) ein Teil von Schwedisch-Pommern.

Mit Ende des Großen Nordischen Krieges musste Schweden das südliche Vorpommern an Preußen abtreten. So kam Gartz (Oder) an Preußen, wo es bis 1945 zur Provinz Pommern gehörte. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Gartz 1945 schwer zerstört. Mit der Verschiebung der deutsch-polnischen Grenze an die Oder und aufgrund der Festlegungen des Potsdamer Abkommens wurde Gartz 1945 zur Grenzstadt.


Nach 1945 kam Gartz (Oder) mit dem deutsch gebliebenen Teil der ehemaligen Provinz Pommern zunächst zum Land Mecklenburg-Vorpommern und gehörte zu dem mit der Kreisstadt Löcknitz wieder errichteten Landkreis Randow. Die Stadt wurde 1950 in das Land Brandenburg umgegliedert und kam dort zum Kreis Angermünde. Nach der Auflösung der Länder in der DDR im Jahre 1952 gehörte die Stadt zum neu geschaffenen Bezirk Frankfurt (Oder).

Seit 1990 gehört Gartz (Oder) wieder zum neu konstituierten Bundesland Brandenburg, was 1991 bestätigt wurde. Seit dem 1. Oktober 1992 hat sich Gartz (Oder) mit 20 weiteren Gemeinden zum Amt Gartz (Oder) zusammen geschlossen. Mit der brandenburgischen Verwaltungsreform 1993 kamen die Stadt und das Amt Gartz (Oder) zum neu gebildeten Landkreis Uckermark.

Friedrichsthal ist ein Straßendorf, das durch die Geschlossenheit seiner Bebauung und durch die rückwärtigen Nutz- und Obstgärten, sowie die daran anschließenden Feldfluren besonders auffällig ist.

Im 18. Jahrhundert kamen die Hofstellen auf der westlichen Seite des Kirchsteiges hinzu. Der lang gestreckte Ort liegt am Rande des Nationalparks Unteres Odertal und bildet den nördlichen Endpunkt der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße, die parallel zur Oder verläuft.

Geesow grenzt im Süden direkt an die Stadt Gartz (Oder) und wurde erstmals im Jahre 1269 urkundlich erwähnt. Vermutlich erfolgte mit der Entstehung des Ortes auch der Bau einer Feldsteinkirche. Im 30 -jährigen Krieg 1618 - 1648 wurde der Ort zerstört. Eine Wiederbesiedlung erfolgte 1723.

Der Ort hat eine landschaftlich reizvolle Lage in einer schmalen Senke. Geesow ist Etappe verschiedener Wanderrouten und liegt in der Nähe eines überregional bedeutsamen Naturschutzgebietes (Geesower Hügel).

Friedrichsthal
Salvey Mühle
Gessow
Hohenreinkendorf

Hohenreinkendorf wurde erstmals 1230 urkundlich erwähnt, als slawische "Reynekendorp". Es wurde vermutlich von einem eingewanderten Deutschen, namens Reinicke Wessel gegründet. Der Ort lag bis 1302 an der alten Heer- und Handelsstraße von Schwedt nach Stettin.

Nach den Zerstörungen des 30 -jährigen Krieges lag der Ort 21 Jahre brach. 1652 bauten neue Aussiedler das Dorf wieder auf. Die Kirche von Hohenreinkendorf ist ein frühgotischer Feldsteinbau, mit eingezogenem Rechteckchor im romanischen Stil, aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. In der Kirche befindet sich ein schöner dreigeschossiger Altaraufsatz aus dem Jahre 1657.