Die Gemeinde Casekow
Ortsteil Casekow
Das Dorf Kosekow, später Kasekow wurde 1310 erstmals urkundlich erwähnt. Im späten Mittelalter lebten etwa 100 Einwohner im Dorf. Die Bauern und Kossäten waren ab 1616 Leibeigene.
Mit der Fertigstellung der Bahnstrecke Berlin–Stettin 1843 begann auch in Kasekow ein neues Zeitalter. Seit der Eröffnung des Bahnhofes und der Poststelle 1857 nannte sich der Ort "Casekow". Zwischen 1892 und 1910 wurden Straßen in alle Richtungen gebaut. Die Landwirtschaft spielte weiterhin die Hauptrolle, es siedelten sich aber auch viele Handwerker in Casekow an (u. a. Tischler, Schuster, Müller und Bäcker).
Ortsteil Biesendahlshof
Das Gutsdorf Biesendahlshof gehörte ursprünglich größtenteils zu Woltersdorf. Das heutige Gutshaus (Schloss) wurde erst Ende des 19. Jh. errichtet. Die Gutsanlage selbst als Landwirtschaftsstandort dürfte jedoch älter sein. 1947 erfolgte die Gründung der eigenständigen Gemeinde Biesendahlshof.
Etwa zeitgleich fanden erste Siedlungserweiterungen im Ort statt. Der Gutshof wurde durch Einfamilienhäuser entlang der Hauptzufahrt verdichtet. Die nächstgelegene größere Stadt ist Schwedt/Oder mit einer Entfernung von ca. 20 km.

- Casekow

- Biesendahlshof

- Blumberg

- Luftaufnahme von Casekow
Ortsteil Blumberg
1289 wird Blumberg erstmalig erwähnt. Ab 1480 befindet sich Blumberg im Besitz der Adelsfamilie von Sydow. 1763 wird das Rittergut Blumberg von Karl v. d. Osten erworben. Blumberg ist fast 500 Jahre im feudalen und junkerlichen Besitz. Das Gut hat eine Ackerfläche von 2800 ha. Neben dem Gut gab es zu dieser Zeit noch 10 Bauernhöfe, eine Wind- und Wassermühle. 1945 wird der letzten Junkers v. d. Osten enteignet und es kam zur Überführung des Gutes in Volkseigentum.
Ortsteil Luckow - Petershagen
Die Orte Luckow und Petershagen gehören zu den Gemeinden, die 1973 zusammengeführt wurden.
Luckow ist ein Angerdorf und wurde 1248 erstmals urkundlich erwähnt. In Luckow findet man Wohnnutzung mit landwirtschaftlicher Nebenbestellung. Es sind noch einige traditionelle Hofanlagen vorhanden. In der Mitte des Dorfes steht eine Kirche in frühgotischer rechteckiger Feldsteinbauweise, mit einem Westturm. In den Jahren 1895/96 erfolgte eine eingreifende Erneuerung und Umbau der Kirche. Auf einer Anhöhe am Rande des Dörfchens trotzt eine historische Bockwindmühle dem Wind.
Petershagen ist ebenfalls ein Angerdorf und wurde erstmals 1289 erwähnt. Es existiert noch ein Gutsgebäude. Prägend im Ortskern sind mehrere größere Feldsteinscheunen, die im Bereich der Gutsanlage liegen sowie eine Kirche in rechteckiger frühgotischer Feldsteinbauweise mit schiffsbreitem Westturm, aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts.

- Luckow

- Petershagen

- Wartin

- Woltersdorf
Ortsteil Woltersdorf
Woltersdorf ist ein Wohnstandort mit einem landwirtschaftlichen Großbetrieb. Der Dorfkern geht bis auf das Ende des 13. Jahrhunderts zurück. Hier befinden sich einige traditionelle Hofställe. Weiterhin auffällig ist die Gutshofanlage, die sich südlich der Hauptdurchgangsstraße befindet.
Die Kirche Woltersdorf ist ein frühgotischer rechteckiger Feldsteinbau mit leicht eingezogenem Rechteckchor aus dem 13. Jahrhundert. Die Fenster im Schiff und Ostgiebel sind noch ursprünglich. Der Westturm wurde im 17. Jahrhundert, nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), abgebrochen und der Zugang zum Kirchenschiff zugemauert.
Ortsteil Wartin
Das Dorf Wartin liegt zwischen dem Nationalpark Unteres Odertal, dem Randowbruch und dem Biosphärenreservat Schorfheide Chorin. In Wartin trifft man auf eine frühgotische Dorfkirche aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Der Turm der Kirche und das Schiff sind aus Schichtmauerwerk und aus behauenen Findlingen. Unter dem Turm waren ursprünglich Schießschartenfenster im ersten Turmgeschoss angeordnet.
Das Schloss, wurde als Gutshaus des Rittergutes Wartin 1695 errichtet. Dieses Schloss wird vom Verein Europäische Akademie Schloß Wartin e.V. genutzt und ist Begegnungsstätte für Künstler sowie Wissenschaftler.


