Die Gemeinde Mescherin
Ortsteil Mescherin
1297 wurde Mescherin erstmals in einer Schenkungs-Urkunde erwähnt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg gehörte Mescherin 72 Jahre zu Schwedisch-Pommern. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde aus anfänglichen Sandgruben ein regelrechter Abbau-Standort.
1853 gründeten Stettiner Kaufleute nördlich von Mescherin eine Zuckerfabrik, die 1916 aufgegeben wurde. 1857 wurden zwei Holzbrücken über die Oder gebaut, 1911 folgte eine Eisenbrücke. Die Nähe zur aufblühenden Stadt Stettin sorgte für die ersten touristischen Impulse in Mescherin. Hatte der erste Weltkrieg noch geringe Spuren hinterlassen, war der zweite Weltkrieg mit größten Auswirkungen über die Gemeinde hinweggezogen. Im Frühjahr 1945 lag Mescherin sechs Wochen im Kampfgebiet. Durch die Grenzziehung nach 1945 wurde Mescherin Grenzort.
Ortsteil Neurochlitz
Neurochlitz wurde erst 1949 gegründet und hat dadurch keine historischen Gemarkungsangaben. Es besteht aus zwei Ortsteilen ohne Zentrum. Der Ort wird aus Teilflächen der ehemaligen Güter Pargow (polnisch) und Staffelde (zu Mescherin) gebildet. Nach 1945 lagen die betroffenen Flächen brach und es wurde beschlossen, ein neues Dorf zu gründen.

- Mescherin

- Neurochlitz

- Radekow

- Rosow
Ortsteil Radekow
1264 wurde Radekow erstmalig urkundlich erwähnt. Die Kirche gehörte im 14. Jh. der St. Marienkirche zu Stettin an. Sie ist eine frühgotische Feldsteinkirche aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts mit eingezogenem Rechteckchor. In den Jahren 1857/58 erhielt die Kirche im Osten eine Apsis und im Westen einen Turm, beides in Backstein ausgeführt. Den Kirchhof umgibt eine Feldsteinmauer.
Das Rittergut Radekow ist eng mit dem Gut Tantow verbunden. Diese Gemeinde trat Ländereien an Radekow ab, um dessen Rittergutqualitäten wieder herzustellen. Das Gutshaus ist mit einem Gutspark versehen.
Ortsteil Rosow
1243 wird Rosow erstmalig urkundlich erwähnt. Im 13 Jh. bekommt das kleine Dorf seine Kirche. Die Kirche in Rosow ist im Kern ein Feldsteinbau mit querrechteckigem Westturm aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts. Vor der Reformation war Rosow im Besitz des Stettiner Zisterzienserklosters. Das Kirchenschiff wurde 1746 barock umgestaltet und verputzt.
Im Jahre 1535 setzt sich die Reformation auch in Pommern durch und führte zur Auflösung des Klosters. Die Kolonie Neu-Rosow wurde von 1821 bis 1922 in der Nähe einer Weggeld - Hebestelle angelegt. Nach dem II. Weltkrieg siedelten sich in Rosow Neubauern an.


