Gemeinde Passow
Ortsteil Briest
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes findet sich im Jahre 1288 in einer Urkunde des Klosters Gramzow. Um 1190 bis 1200 wurde im Rahmen der deutschen Kolonisationsbewegung das mittelalterliche Dorf angelegt.
Auf Grund des über 100 Jahre währenden Streites zwischen den pommerschen und brandenburgischen Fürsten wechselte die Landesherrschaft des öfteren. Ende des 15. Jahrhunderts gehören Teile von Briest den Arnims auf Zichow, später gehörte es wieder zum Amt Gramzow. Im Jahre 1542 wird Briest Pfarrdorf. Im Jahre 1578 gehören 18 Bauern, 6 Kossäten, ein Schmied und ein Hirte zu den Einwohnern des Ortes.
Ortsteil Jamikow
Der Ort Jamikow wurde 1345 erstmals urkundlich erwähnt, als der pommersche Herzog Barnim III. dem Nonnenkloster von Stettin die Welse von der Mühle zu Jamikow bis zur Oder verlieh. Die Schreibweise in der Urkunde lautet „Januck“.
1415 wurden die Hohenzollern durch Belehnung die Herren der Mark. 1448 verzichtete Brandenburg auf die nördlichsten Orte der Mark und seitdem ist diese ein geschlossenes brandenburgisches Gebiet. Im Jahre 1661 wurde Jamikow als Ort erstmals erwähnt. Die Kirche, die 1856 erbaut wurde, hat ihren Platz mitten im Dorf.

- Briest

- Jamikow

- Passow/Wendemark

- Schönow
Ortsteil Passow/Wendemark
Passow wurde erstmals 1296 erstmals schriftlich erwähnt. Weitere Erwähnungen sind aus den Jahren 1355 als Porszow und 1459 als Passow. Es handelt sich um ein Dorf mit Kirche und Gut. Im Jahre 1527 besteht das Dorf aus 60 Hufen, 1536 werden Mühle, Krug, Burgwall, Zoll und alte Dorfstätte genannt. 1624 gibt es in Passow 16 Bauern, 15 Kossäten, einen Müller.
Im Jahr 1734 gibt es im Dorf 19 Bauern, 12 Häuslinge, einen Müller, einen Schmied, einen Leineweber, einen Schäfer, 4 Hirten, 19 Knechte und 15 Mägde. 1840 verfügen Dorf und Rittergut über 52 Wohnhäuser. 1931 sind es über 76 Wohnhäuser. 1974 wurde die Gemeinde Wendemark in die Gemeinde Passow eingemeindet.
Wendemark - Der Name rührt von der geographischen Lage her. Er wurde als die sogenannte Wendemarke zuerst im Kloster Gramzow vom Jahre 1592 genannt. Es ist damit der Streifen Land am Randowbruch gemeint. Dieser Landstrich, die sogenannte Wendemarke also, war während der Zeit, in der die Wenden in dieser Gegend wohnten (ca. 600 – 1200 n.Chr.) nicht bebaut und dadurch zu Wald geworden, der seine Fortsetzung in der Zichower Heide fand, die früher bis an die Briester Grenze reichte.
Dieser Wald kam durch Schenkung in den Besitz des Klosters Gramzow. Auch wenn in geschichtlicher Zeit vor 1730 keine Bevölkerung nachweisbar ist, so ist doch in der vorgeschichtlichen Zeit der Ort wohl dauernd besiedelt gewesen. Die Gemeinde Wendemark wurde 1974 in die Gemeinde Passow eingemeindet.
Ortsteil Schönow
Bis 1945 war Schönow ein Bestandteil der preußischen Provinz Pommern. Ein kleiner Waldsee, die nahen Wiesen des Randowtals, sowie auch der alte Gutshof mit seinen aus Feldstein errichteten Häusern und dem wieder rekonstruierten Schloss erzeugen ein dörfliches Flair. Ortsprägend sind auch die ausgedehnten Grün- und Freiflächen im und um das Schlossareal.
Das Schloss ist ein eingeschossiger neugotischer Putzbau auf annähernd rechteckigem Grundriss und wurde um 1830/40 erbaut. Das Schloss befand sich ehemals im Besitz der Familie von Sydow. Später wurde es zu Wohnzwecken und als Gemeindezentrum genutzt. Die Schlossanlage steht komplett unter Denkmalschutz.
Bestandteil der Schlossanlage sind weiterhin ein Wirtschaftsgebäude und eine Gutsbrennerei, beide aus dem 18. Jahrhundert. Die Kirche von Schönow ist ein rechteckiger Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche gotisierend verändert.


