Jakobsweg Stettin/Szczecin - Berlin

Die Jakobusgesellschaft Brandenburg-Oderregion e.V. hat sich gemeinsam mit dem Projekt „Spiritualität in Barnim Uckermark“ des Klosters Chorin der Aufgabe gewidmet, eine der ältesten deutschen Jakobswege, den „Via Imperii“, auf der Teilstrecke Stettin-Berlin zu revitalisieren. Historische Strecken wurden berücksichtigt und bestehende Wanderwege einbezogen. So verläuft der Pilgerweg im Abschnitt zwischen Gartz (Oder), Schwedt/Oder und Angermünde auf dem Qualitätswanderweg „Märkischer Landweg“. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung Schwedt/Oder und dem MomentUM e.V. konnten sich die Initiatoren auf eine zusätzliche Schleife durch die Schwedter Innenstadt einigen. Nun können Pilger entlang ihres Weges einige der wichtigsten spirituellen Orte der Stadt, wie die Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt, die Stadtpfarrkirche St. Katharinen, das Jüdische Ritualbad und den Hugenottenpark besuchen und darüber hinaus Einkehr-, Einkaufs- und Beherbergungen aufsuchen.

 

Zum Start der Wandersaison im März 2021 soll der Jakobsweg durch die Jakobusgesellschaft Brandenburg-Oderregion e.V. von der deutsch-polnischen Grenze bis Berlin vollständig ausgeschildert sein und Flyer mit dem Wegeverlauf und Hinweisen zu Infrastruktur und Sehenswürdigkeiten herausgegeben werden. Diese Materialien sowie Pilgerpässe, Pilgerstempel und weiteres Pilger-Zubehör werden ab dieser Zeit in der Touristinfo angeboten.


Der Jakobsweg Stettin/Szczecin - Berlin, Teil der "Via Imperii", führt auf einer Länge von ca. 80 km auch durch die Uckermark. Hier liegt die Wegeführung des berühmten Pilgerweges weitgehend auf der Route des Märkischen Landeweges (blaues Kreuz). Der Jakobsweg ist auch in Brandenburg mit dem typischen Symbol der Jakobsmuschel markiert. Als Einstieg in den Weg empfiehlt sich in der Uckermark der Ort Mescherin, unmittelbar an der Grenze zum Nachbarland Polen. Von hier aus wandert oder pilgert man über Groß Pinnow, Schwedt/Oder und Stolpe nach Angermünde, ein staatlich anerkannter Erholungsort.


Eine ausführliche Übersicht finden Sie hier.

Pilgern:
Pilgern ist eine sehr alte, religiöse Tradition, die in vielen Religionen eine Rolle spielt. Es bedeutet, körperliche Strapazen auf sich zu nehmen um von der Ernsthaftigkeit des eigenen Glaubens Zeugnis abzulegen - Sich in die Fremde begeben um sich im Glauben stärken zu lassen. Treibend war im Mittelalter besonders der Glaube daran, dass Reliquien (Körper(-teile) von verstorbenen Heiligen oder Teile ihres Besitzes) besondere Macht ausstrahlen und auf den Betrachter oder Berührer übertragen. In der christlichen Tradition wurden Orte, die solche Reliquien aufbewahrten zu Wallfahrtsorten. Menschen pilgerten zunächst (etwa ab dem 4.Jh) nach Jerusalem zum Grab Christi und anderen Orten seines Wirkens und erhofften sich davon besonderes Seelenheil. Später, mit dem Bau von Kirchen und der Entstehung des Papsttums in Rom, wählten Gläubige auch diesen Ort als Pilgerziel. Die „Romwegekarte" von Erhard Etzlaub zeigt, wie weit verzweigt das europäische Netz dieser Pilgerwege bereits in der Zeit um das Jahr 1500 war. Seit dem 11.Jahrhundert pilgern Menschen nach Santiago de Compostela.


Länge: 80 km, 4 Etappen (13-19 km)

Start: Mescherin

Ziel: Angermünde
 

Wegedaten


Anreise

  • RE66/RB66 bis Bhf. Tantow oder Stettin/Szczecin Glowny
  • Buslinie 473 ab Tantow Bahnhof nach Mescherin
  • Parkmöglichkeiten: Parkplatz direkt am Bahnhof Tantow


Abreise

  • ICE, IC oder RE3 ab Bhf. Angermünde
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