12. Singschwantage im Nationalpark Unteres Odertal

Datum: 02.02. - 04.02.2018
Ort: Nationalparkzentrum 16303 Schwedt/Oder
OT Criewen, Park 2


Der Singschwan - Traum in Weiß

Im Nationalpark Unteres Odertal überwintern in jedem Jahr zwischen 500 und 1.500 Singschwäne. Der Schwan galt bei unseren Vorfahren als Tier der Reinheit und des Lichts. Er war für die Kelten mit der Sonne verbunden und wurde als geschnitzte Grabbeilage in ägyptischen Pyramiden gefunden.

Singschwäne rasten bevorzugt auf Gewässern und ernähren sich dort von Wasserpflanzen. Besonders gern werden Überflutungsflächen in großen Flussniederungen aufgesucht. Auch Maisstoppeläcker, Raps- und Wintergetreide locken die Schwäne.

Die Brutplätze des Singschwans befinden sich im nördlichen Europa und erstrecken sich nach Osten bis zum Stillen Ozean. Seit wenigen Jahren brütet er auch vereinzelt im östlichen Mitteleuropa. Sein Nest legt er an Seen, in Mooren, in der Tundra und auf Inseln an. Nach der Brutzeit verlassen die Singschwanfamilien, mit meist zwei bis vier Jungen, ihre nordische Heimat und ziehen zur Überwinterung nach West-, Mittel- und Südosteuropa. In den Überwinterungsgebieten treffen die Vögel ab Oktober ein.

Die größten Ansammlungen sind im Nationalpark Unteres Odertal in den Monaten Februar und März zu beobachten. Mit dem Nahen des Frühlings setzt ab Februar die Paarbildung ein, jetzt erklingen verstärkt ihre weithin hörbaren trompetenartigen Rufe.

Der Nordosten Deutschlands ist für russische, baltische und polnische Brutvögel das wichtigste Winterquartier. Abhängig vom Witterungsverlauf überwintern im Unteren Odertal regelmäßig Singschwäne in großer Zahl. Erst bei Vereisung der Schlafgewässer oder wenn die Nahrungspflanzen unter einer Schneedecke verborgen sind, weichen sie weiter nach Westen aus.

Der Heimzug erfolgt je nach Witterungsverlauf hauptsächlich im Februar, kann sich in Kältewintern aber bis weit in den März hinein erstrecken.

Der Tierforscher Alfred Brehm schrieb: „Der Schwanengesang ist in der Tat oftmals der Grabgesang dieser schönen Tiere... bis an ihr Ende lassen sie ihre klagenden und doch hellen Laute hören.“

Lassen Sie sich in die Welt der Singschwäne entführen und vom Singschwangesang in der Oderniederung verzaubern. Mitarbeiter der Naturwacht und der Nationalparkverwaltung begleiten Sie auf Exkursionen und halten Vorträge.

Das Programm finden Sie hier.

Anfahrt mit dem ÖPNV:


Anfahrt zum Nationalparkzentrum in Criewen: RE 3 von Berlin nach Angermünde; weiter mit der Nationalparklinie 468 der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft; bitte Wochenendfahrplan beachten!

Kontakt:

Naturwacht im Nationalpark Unteres Odertal, Telefon: 03332 - 2677-201