Fauna und Flora des Nationalparks

Die Fauna des Nationalparks

Auch die Fauna des Nationalparks Unteres Odertal gehört zu den artenreichsten Lebensräumen in Deutschland. Das besondere Interesse der früheren Naturforschungen in dieser Region galt vor allem der vielfältigen Vogelwelt. Die überschwemmten Wiesen sind  im Frühjahr und Sommer Rastplatz für viele durchziehende Wasservögel wie Enten, Gänse, Schwäne und auch Schnepfenvögel.

Mehr als 120 Vogelarten brüten hier, darunter Adler, Schwarzstörche und die weltweit vom Aussterben bedrohten Seggenrohrsänger und Wachtelkönige. Zudem sind bisher 45 Säugetierarten im Unteren Odertal nachgewiesen, von denen einige, wie der Elch zur Zeit nicht bodenständig sind. Auch bei einigen Fledermausarten ist die Bodenständigkeit fraglich.

Mit 16 Amphibien- und Reptilienarten sowie 47 Fischarten, von denen 32 heimisch sind, ist die Oderniederung ein bedeutsames Refugium für seltene Wirbeltiere. Weiter sind im Nationalpark Unteres Odetal zahlreiche Schmetterlinge, Heuschrecken, Libellen, Wanzen, Spinnen und Weichtieren anzutreffen.

Die Flora des Nationalparks

Das Untere Odertal gehört zu den artenreichsten Lebensräumen Deutschlands. Stille, von Seerosen bedeckte Altwässer gehören ebenso dazu wie Hangwälder, Feuchtwiesen und das ganze Sommerhalbjahr hindurch bunt blühender Trockenrasen.

 

Hier finden viele Pflanzenarten der Steppenzone ihre nordwestliche Verbreitungsgrenze. Darunter sind beispielsweise das großblütige, gelbe Adonisröschen und das silbrige Federgras. Von den 1.061 nachgewiesenen Arten stehen 303 auf der Roten Liste des Landes Brandenburg. 38 Arten sind direkt vom Aussterben bedroht. Allein 149 Arten sind außerdem auf der Roten Liste der Bundesrepublik Deutschland als bestandsbedroht verzeichnet.