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DDR-Militärgefängnis Schwedt

DDR-Militärgefängnis Schwedt

Der Name Schwedt war von 1968 bis 1990 ein Synonym für den „Armeeknast“ der DDR. Bis 1982 befand sich hier der berüchtigte Militärstrafvollzug mit der Adresse 133 Schwedt/Oder, Postfach 70 unter der Leitung des Ministeriums des Inneren.

Die Gründe für die Inhaftierungen teilen sich etwa zur Hälfte in Straftaten wie Körperverletzung, Diebstahl, aber auch „Staatsfeindliche Hetze“ oder Staatsverleumdung sowie in Militärstraftaten wie Befehlsverweigerung, Fahnenflucht oder Alkohol im Dienst. Kleinere Delikte wurden dabei oft als Vorwand benutzt, um politischen Dissens, den Ausdruck von Individualität und Andersdenken zu unterdrücken und unter dem Vorwand der Rechtsstaatlichkeit der DDR bestrafen zu können.

Der Verein Militärgefängnis Schwedt e.V. ist eine Initiative von Leuten, die es sich zum Ziel gesetzt haben zu verhindern, dass das Wissen über das Militärgefängnis und die militärische Disziplinareinheit der DDR in Schwedt verloren geht und der letzte bauliche Beweis verfällt. "Wir sehen es als unsere Aufgabe, in Zusammenarbeit mit der Stadt Schwedt, Bundesstiftungen und anderen interessierten Initiativen und Personen dieses Gebäude zu erhalten und als Ort der Erinnerung zu gestalten."

Von März bis Oktober bieten die Vereinsmitglieder am letzten Sonntag im Monat öffentliche Führungen an. Beginn ist jeweils um 11:00 Uhr. Die Führung dauert zwei bis zweieinhalb Stunden. Der Eintritt ist frei! Der Verein DDR-Militärgefängnis Schwedt e. V. freut sich über Spenden.

Auch außerhalb der Führungstermine sind Besuche der öffentlichen Bereiche gestattet. Vor den Gebäuden und an den öffentlichen Wegen stehen Infotafeln mit Bilder und QR-Code für Informationen bereit.
 

Anbieter

DDR-Militärgefängnis Schwedt e.V.Höppnerweg 115366 Neuenhagen

Kontakt

DDR-Militärgefängnis Schwedt
Breite Allee 31/33
16303 Schwedt/Oder
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